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28.07.13 00:00 Uhr Lifestyle - Im Trend

Smartphone Sucht

Quelle: http://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
Schon seit vielen Jahren ist das Handy eines der beliebtesten Kommunikationsmittel geworden, da es einfach den großen Vorteil hat, dass es überall eingesetzt werden kann.

Schon seit vielen Jahren ist das Handy eines der beliebtesten Kommunikationsmittel geworden, da es einfach den großen Vorteil hat, dass es überall eingesetzt werden kann. Nun ist das Handy heutzutage aber längst nicht mehr nur zum Telefonieren und Schreiben von Nachrichten da, sondern hat sich vom Klotz mit wenigen Funktionen zu einem superschlanken Multimediatalent gemausert. Was früher Snake war, wurde heute von zahlreichen Spielen mit gestochen scharfer und eindrucksvoller 3D-Grafik abgelöst und die langsame Internetverbindung ist einer High-Speed-Verbindung der 4. Generation gewichen. Das Handy ist heute beliebig, nach den eigenen Bedürfnissen erweiterbar und bietet eine Menge Funktionen, die das Leben erleichtern und auch unterstützen können.

Auch Schattenseiten

Doch gerade der Fakt, dass das Handy immer mehr Funktionen besitzt, lässt Menschen ihr Leben immer mehr in die Hände dieses Gerätes legen. Termine, Kalorienzähler, E-Mail, Soziale Netzwerke und noch viele weitere Dienste lassen den Menschen immer weiter abhängig werden von den Funktionen, die dieses Gerät zur Verfügung stellt. Hier ist der so große Vorteil, dass das Handy überall hin mitgenommen werden kann, auch der größte Nachteil zugleich, denn nur deswegen verbreiten sich Smartphones immer weiter unter den Menschen und werden in fast allen alltäglichen Situationen benutzt.

Folgen

Eine Sucht nach dem eigenen Smartphone klingt für viele oftmals sehr lächerlich, ist allerdings durchaus ernst zu nehmen, denn auch sie bringt die für Suchten üblichen Folgen mit sich. Dazu zählt vor allem das Abkapseln von seiner Umgebung und der Gesellschaft, da die Kommunikation nur noch virtuell stattfindet und nicht real. Alle sozialen Kontakte werden nur noch in einem kleinen Programm gepflegt, sodass sich Betroffene kaum noch mit Menschen im echten Leben unterhalten, geschweige denn, sich mit ihnen zu treffen. Auch bieten Smartphones eine sehr große Kostenfalle. Der Drang nach ständiger Erweiterung des Gerätes ist bei vielen gefährdeten Smartphonenutzern gegeben und die Anzahl der verfügbaren und vermeintlich praktischen Applikationen ist so hoch, dass die Schuldenfalle hier unvorhersehbare Ausmaße annehmen kann. Vor allem, wenn Kinder und Jugendliche ein Smartphone benutzen und Eltern das Dilemma erst mit der nächsten Rechnung wahrnehmen würden, ist äußerste Vorsicht geboten, denn gerade bei dem Smartphone ist auch ein gewisser Gruppenzwang, wie bei anderen Statussymbolen, gegeben.

Sucht erkennen

Zu erkennen, ob man süchtig ist, ist nicht immer leicht und die Grenzen zwischen häufigem Gebrauch und Sucht verschwimmen zunehmend, sodass es für Außenstehende und für Betroffene erst recht nicht ohne Weiteres ersichtlich ist, das Problem zu erkennen und beim Namen zu nennen. Bei Facebook ging vor kurzem dieser Test hier rum, der sich mit dem Nutzungsverhalten des Smartphones beschäftigt: http://www.otto.de/rundum/smartphone-sucht-test/ Zwar können Verhaltensweisen dieser Art keineswegs verallgemeinert werden und dieser Test sollte auch nicht allzu ernst genommen werden, jedoch ist er ein kleiner Schritt zu den Fragen „Bin ich abhängig?“, „Sollte ich mein Nutzungsverhalten überdenken?“, „Kann ich die Nutzung durch herkömmliche Methoden ersetzen?“ und sich erste Gedanken darüber zu machen, ob sich die Smartphonenutzung noch im gesunden Bereich befindet.

Vorbeugung

Wer sein Handy häufig nutzt und dabei auch Dienste in Anspruch nimmt, die leicht durch herkömmliche Methoden zu ersetzen sind, der sollte in einem ersten Schritt versuchen, diese herkömmlichen Methoden wieder in Anspruch zu nehmen und das Handy für diese Zeit weglegen. Auch, wenn das Handy hin und wieder einen Tag lang komplett aus bleibt, hilft dies dabei, seine Gedanken im Gehirn zu ordnen, anstatt auf dem Gerät, und beweist, dass es auch ohne geht.



Redakteur:   Stephan Walla
Foto:  http://creativecommons.org/licenses/by/2.5/
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